• slide

REFERENTEN HYGIENIC DESIGN DAY

Peter Schäfer

Peter Schäfer, Geschäftsführer, agt agile technik verlag

Begrüßung und Moderation

Peter Schäfer ist Chefredakteur der Fachzeitschrift [me] Mechatronik & Engineering und
Geschäftsführer des agt agile technik verlags.

[me] Magazin für Mechatronik und Engineering


#

Wie verstehen sich Maschinenbauer und Maschinenbetreiber in Sachen Hygienic Design?

Martin Barnickel, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Molkereiwirtschaft

Wer Lebensmittel herstellt übernimmt große Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden seiner Kunden. Daher ist es selbstverständlich, dass alle Anlagen so gebaut werden, dass sie allen Anforderungen zur Erhaltung der Qualität entsprechen. Das Hygienische Design, die zertifizierte Reinigbarkeit, die Keimdichtigkeit und die sachgerechte Betriebsweise der Anlagen sind die wichtigen Checkpunkte, die kompromisslos erfüllt sein müssen.

Die Großkunden der Lebensmittelbranche (Aldi, Lidl, Edeka, etc.) zertifizieren z.B. über den IFS seit Jahren die Lebensmittelbranche. Man stellt fest, dass über die Jahre die Anforderungen kontinuierlich gestiegen sind. Daher muss der Anlagenbau und die Anlagenbetreiber gemeinsam bemüht sein, alle vorhersehbaren hygienischen Schwachstellen in Anlagen zu vermeiden.

Martins Barnickels berufliche Tätigkeit zielt seit Jahrzehnten darauf ab, gegenseitiges Verständnis beider Parteien zu fördern.


#

Adjusted Performance - branchenspezifische Produkt- und Systemlösungen für Nahrungsmittel und Verpackungsmaschinen

Michael Heid, Schaeffler Technologies

Die lebensmittelverarbeitende Industrie befindet sich in einem stetigen Wandel und entwickelt sich weiter. Kennzeichnend für den Wandel sind die weltweit wachsende Fokussierung auf Lebensmittelsicherheit, zunehmende Knappheiten sowie die steigende Nachfrage der Verbraucher nach höherer Qualität und Nachhaltigkeit. All das fordert neue Lösungen von Herstellern entsprechender Anlagen und Systeme. Michael Heid zeigt an Beispielen, wie Schaeffler diesen Trends folgt und neue Maßstäbe setzt. Er wird über Anwendungen angepasster Komponentenlösungen wie der Foodline-Lagerreihe sprechen. Wie sich Lösungen anpassen lassen, zeigt er am Beispiel von lebensmittelechten Festkörperschmierstoffen sowie an Anwendungen hygienetauglicher Beschichtungen und an Beispielen einbaufertiger Systemlösungen wie Mehrachsensystemen sowie anhand von elektro-mechanischen Antriebssystemen und intelligenten, smarten Profilschienenführungen.


#

Flexible Kommissionierung in hygienischer Umgebung.
Was leisten Roboter dort?

Peter Lange, Omron

Wie kommt die Sardine in die Büchse?
Wie eine Anlage frische Sardinen nach Gewicht in Lebensmittelumgebung mittels Quattro Robotern kommissioniert, erklärt Peter Lange. Er ist Business Development Manager beim European Fixed Robotic Team von Omron. Speziell für die Verpackung frischer Lebensmittel hat Omron den Roboter „Typ Quattro 650HS“ entwickelt. Ein Blick auf das Geschehen: Ein Vision-System erkennt die Fische auf dem Zuführband und berechnet gleich ihr Gewicht. Die Taschen auf dem ausgehenden Band werden dann mit einer gewissen Toleranz immer mit der gleichen Fischmenge befüllt. Dazu greifen die Roboter den passenden Fisch und legen ihn in den passenden Slot.


#

Software trifft Hygienic Design

Christian Hornung, SEW-EURODRIVE

Werden Flüssigkeiten mit linearen Bewegungsprofilen im taktenden Betrieb in offenen Behältern transportiert, besteht die Gefahr des Überschwappens. Das Movikit Addon AntiSlosh unterbindet diese und erstellt optimale Bewegungsprofile anhand intelligenter Abstimmung auf die physikalischen Eigenschaften der Flüssigkeit. So werden Verschmutzungen verhindert und zeitgleich eine optimale Taktrate mit maximaler Geschwindigkeit ohne Überschwappen ermöglicht.


#

Hygienic Design und die Digitale Transformation? Wie steht es um die Software-Hygiene?

Dr. Hans Egermeier, lean digital transfomation

Der Trend zur Flexibilisierung und Vernetzung von Produktionssystemen ist ungebrochen und wird durch Diskussionen um Themen wie Plug & Produce und automatisierte Optimierung mit Hilfe automatisierter Datenanalyse und selbstlernenden Softwareprogrammen, um nur einige zu nennen, weiter angefacht. Die Frage, die sich dabei stellt ist: Sind die heutigen Maschinenbau-Softwareentwicklungsteams auf die stetig wachsenden Anforderungen richtig eingestellt? Können die heute im Maschinenbau eingesetzten Softwareentwicklungsprozesse die richtige Antwort auf große, skalierbare und wirtschaftlich wartbare Softwaresysteme der Zukunft geben?Der Vortrag arbeitet wichtige Unterschiede zwischen einer guten Hardwareentwicklung und einer guten Softwareentwicklung heraus und regt zur Diskussion darüber an, wie Erfolgsfaktoren des einen Bereichs ungewollt zu einer schlechteren Entwicklungsperformance und Produktqualität des anderen Bereichs führen können. Abschließend werden einfache und bewährte Lösungsstrategien dargestellt, die eigene „Software-Hygiene“ weiter zu verbessern.


#

Schokolade hygienegerecht verpacken – eine mechatronische Aufgabenstellung

Dr. Thomas Cord, Loesch Verpackungstechnik GmbH, Altendorf

Auch für die Produzenten von Süßwaren ist die Vermeidung von Kontaminationen durch Mikroorganismen und eine entsprechende Erhöhung der Produktsicherheit eine immer wichtigere Aufgabe. Schnell erlangt ein Produktmangel in den unterschiedlichen Medien Beachtung und verursacht immense Kosten sowie Imageschäden. Im Maschinenbau steigen die Anforderungen an eine hygienegerechte Gestaltung von Bauteilen, Komponenten und Produktionsanlagen, um Verschmutzungen zu minimieren und die Reinigung der Maschinen zu vereinfachen.
Der Vortrag zeigt am Beispiel einer Maschine zur hermetisch dichten Verpackung von Schokoladenriegeln, wie die Produktsicherheit durch Gestaltungsprinzipien des Hygienic Designs optimiert und eine einfache Reinigung der Oberflächen und konstruktiven Elemente gewährleistet werden kann. Darüber hinaus wird die Effizienz der Produktion durch Optimierung der reinigungsbedingten Stillstandszeiten gesenkt. Der Einsatz von modernen Engineering-Tools ist dabei unabdingbar. Damit unterstützt Hygienic Design die Lebensmittelindustrie in ihrem Bestreben, die Qualität und Sicherheit von Produkten nachhaltig zu steigern.


#

Keine mikrobiologischen Hot Spots in Abfüllanlagen!

Martin Doebler, Krones AG

„Einer für alle, alle für einen“ , so sieht es Martin Doebler von der Krones AG: Zusammenarbeit aller, die dazu beitragen, dass Hygienic Design kein frommer Wunsch bleibt. „Es ist Balsam auf die Seele des Biologen, dass Hygienic-Design im Engineering angekommen ist“, findet Martin Doebler von Krones. Für Krones als Systemlieferant für Brauereien und Getränkehersteller, die Nahrungsmittel- sowie die chemische, pharmazeutische und kosmetische Industrie spielt Hygienic Design eine Schlüsselrolle. Als Lebensmitteltechnologe verantwortet Martin Doebler bei dem großen Maschinen- und Anlagenbauer in Neutraubling die Mikrobiologie im Rahmen der Validierung für aseptische Abfüllsysteme. Er zeigt u.a, wie sich Einzelkomponenten und gesamte Maschinen zu einer sehr komplexen und hygienegerechten Abfüllanlage zusammenfügen. Dahinter steckt viel Entwicklungsarbeit und auch in der Fertigung sind zahlreiche zusätzliche Schritte notwendig. „Aus diesem Grund gibt es Hygienic Design nicht zum Nulltarif und trotzdem muss es bezahlbar bleiben“, ist Martin Doebler überzeugt. Freuen Sie sich auf eine spannende Keynote.





-