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REFERENTEN HYGIENIC DESIGN DAY

Peter Schäfer

Peter Schäfer, Geschäftsführer, agt agile technik verlag

Begrüßung und Moderation

Peter Schäfer ist Chefredakteur der Fachzeitschrift [me] Mechatronik & Engineering und
Geschäftsführer des agt agile technik verlags.

[me] Magazin für Mechatronik und Engineering


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Maschinensicherheit trifft Hygienic Design

Siegfried Wolf, Schmersal

Die funktionale Maschinensicherheit ist ein komplexes Aufgabenfeld, bei dem es eine Vielzahl von Richtlinien und Normen zu beachten gilt. Wie kommt die enge Verbindung zum Hygienic Design zustande? Diese Frage beantwortet Siegfried Wolf. Er gibt auch einen Überblick über die Aufgaben und das Service-Angebot, wofür das tec.nicum steht.

tec.nicum bietet allen Maschinenherstellern und Maschinenbetreibern eine produkt- und herstellerneutrale Beratung an und unterstützt bei der Umsetzung und Gestaltung von Maschinen und Arbeitsplätzen. Das Service-Angebot des tec.nicum umfasst vier Segmente: von Schulungen bis hin zur Montage.

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Getriebe und Servomotoren im Hygienic Design
für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie

Carolin Ank, WITTENSTEIN cyber motor GmbH
Manuel Peter, WITTENSTEIN alpha GmbH

Produktkontaminationen und Prozessrisiken spielen in der Antriebstechnik eine immer entscheidendere Rolle. Die Hygiene Design Getriebe und Servomotoren von WITTENSTEIN ermöglichen alternative Ansätze in der Konstruktion von Maschinen und Anlagen für Steril- und Nassbereiche. Sie bieten ein Höchstmaß an Sicherheit und ermöglichen eine offene Maschinenkonstruktion.

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Ganzheitliche Lösungen nach Hygienic Design am Beispiel von Kabelverschraubungen und Kabelkanälen

Heiko Emde, Pflitsch (re.)
Benno Saßenbach, Pflitsch (li.)

Wenn es um Kabelverschraubungen und Kabelkanäle geht, gilt PFLITSCH seit jeher als Pionier und Trendsetter. Besonders im Bereich der Lebensmittel- und Pharmaindustrie sind hygienegerechte Kabelverschraubungen und Gitter-Kanalsysteme unabdingbar und leisten einen entscheidenden Beitrag bei der Einhaltung der Hygienekette. Hier punktet PFLITSCH mit Produkten, die den hohen Hygienic-Design-Anforderungen entsprechen. Grund genug, diese Anlagen- und Maschinenkomponenten näher zu beleuchten. PFLITSCH greift die hohen Anforderungen der Branche auf und bietet neben speziellen Edelstahl-Kabelverschraubungen die erste nach EHEDG zertifizierte Kunststoff-Kabelverschraubung blueglobe CLEAN Plus® aus Polyamid. Für das Thema Leitungsverlegung hat PFLITSCH mit den offenen Gitter-Kanälen eine praxisorientierte Lösung im Programm, die sich in der Lebensmitteltechnik aufgrund ihrer leicht anpassbaren Installation und der guten Reinigbarkeit etabliert hat. Der Vortrag wird die Bedeutung und die Anforderung an Kabelverschraubungen und Kabelkanalsysteme mit Fokus auf das Hygienic Design näher beleuchten.

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Anforderungen an das Maschinendesign aus Sicht eines Süßwarenherstellers

Ralf Diekmann, August Storck KG

Die August Storck KG gehört heute zu den 10 größten Süßwarenherstellern weltweit mit so bekannten Marken wie merci, Toffifee oder Werther´s Original. Die Anforderungen an die Hygiene bei der Lebensmittelverarbeitung erhöhen sich von Jahr zu Jahr. Über eine eigene Hygiene-Spezifikation werden seit mehr als 15 Jahren Vorgaben für den Maschineneinkauf und die interne Umsetzung formuliert.



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Konflikte zwischen Hygiene und Sicherheit

Udo Baitinger, BGN

Das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wird oftmals rein nur mit den „klassischen“ Gefährdungen in Verbindung gebracht. Beispiele hierfür sind mechanische Gefährdungen (wie Quetsch- oder Schnittstellen) oder auch elektrische Gefährdungen. An Risiken, die auf Grund von Gefährdungen durch eine nicht hygienegerechte Konstruktion von Nahrungsmittelmaschinen (Hygienic Design) entstehen können, denken viele dabei jedoch nicht.

Die Sicherheit und Gesundheit von Personen insbesondere von Arbeitnehmern und Verbrauchern (…), ist in Bezug auf die Risiken beim Umgang mit Maschinen zu gewährleisten (Erwägungsgrund 3 der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG). Im Anhang I 2.1 finden sich Anforderungen, die speziell an Nahrungsmaschinen gestellt werden. Dadurch ist nicht nur der Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten bzw. Arbeitnehmer sondern auch den Verbraucherschutz (Lebensmittelsicherheit) im Fokus der Maschinenrichtlinie. Diese verpflichtet den Hersteller auch dazu, für Maschinen, die sie in Verkehr bringen eine Risikobeurteilung vorzunehmen.

Das bedeutet, dass eine Risikobeurteilung für Nahrungsmittelmaschine auch hygienegerechte Aspekte mit einzubeziehen hat. Hinweise, wie eine solche Beurteilung durchgeführt werden kann, finden sich in den einschlägigen Normen (z.B. DIN EN 1672-2, DIN EN ISO 14159) Hygiene und Sicherheit können sich gegenseitig beeinflussen.

„Existiert ein Konflikt zwischen Hygiene und Sicherheit“ ist hier die Frage, der man sich stellen muss. Aber was dann? Der Vortrag zeigt Beispiele für diese Konfliktsituation und gibt Ansätze diesen zu lösen.

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Prof Dr. Wilke

Aseptische Verpackung von Lebensmitteln

Prof Dr. Bernd Wilke, Consultancy in Packaging

Im Vortrag werden eingangs die Anfänge der aseptischen Verpackung von Lebensmitteln dargestellt, die ja bis in die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts zurückgehen. Es resultiert daraus die Frage, welche Anforderungen heute an die hygienische Sicherheit gestellt werden. Einerseits bieten viele Hersteller Anlagen an, die einem niedrigeren Hygieneniveau genügen und nicht als aseptisch bezeichnet werden können. Diese Maschinen können aber sehr wohl bei der Abpackung unkritischer Produkte eingesetzt werden. Andererseits gibt es auch bei den hohen Anforderungen nach aseptischer Verpackung unterschiedliche Anforderungen je nach Land oder Kunden.

Im Anschluss an diese Ausführungen werden verschiedene Verfahren und dabei insbesondere die Wasserstoffperoxid-Technologie dargestellt, da diese Technologie am weitesten verbreitet ist. Es werden Fragen diskutiert, wie der Einsatz von Wasserstoffperoxid erfolgt, welche Randbedingungen zu beachten sind und welche Resultate erzielt werden. Somit wird eine umfängliche Übersicht geboten.


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Bedeutung der Reinigung und Desinfektion in lebensmittelverarbeitenden Betrieben

Thomas Tyborski, Ecolab Deutschland GmbH

DIN 105161 erklärt den Begriff der Reinigung als einen Vorgang, bei dem Verschmutzungen, von Oberflächen, Vorrichtungen und Gerätschaften in Lebensmittelbetrieben entfernt werden. Diese unerwünschten Verschmutzungen sind Lebensmittelreste, geschmacks-beeinträchtigende Substanzen und anderweitige Kontaminationen, wie Allergene oder chemische Rückstände sowie Mikroorganismen. Mikroorganismen stellen immer dann ein Problem dar, wenn sie krankheitserregende (pathogene) oder lebensmittelverderbende Risiken Eigenschaften.

Neben der Entfernung von Rückständen sind in den Bereichen der Lebensmittelverarbeitung eine Reihe weiterer Einflussfaktoren zu berücksichtigen zu denen die Qualifikation der Einrichtungen, die Beständigkeit der Werkstoffe, Einflüsse aus dem Umfeld, der Kenntnisstand, der bei der Reinigung involvierten Personen, etc. gehören. Das Reinigungsverfahren sollte so gestaltet sein, dass der Schutz der Lebensmittel zu jedem Zeitpunkt sichergestellt ist. Verschiedene Einrichtungen werden dabei üblicherweise mit ein und demselben Reinigungsverfahren hygienisch aufbereitet.

Der Konsument von Lebensmittel erwartet selbstverständlich, dass diese frei von Verderb erzeugender, sensorisch ungünstiger oder gar pathogenen Keimflora sowie frei von toxikologisch relevanten Kontaminationen sind. Kontaminanten, wie Allergene oder chemische Rückstände, finden bei den Routinekontrollen Berücksichtigung. Der Herstellbetrieb hat daher nicht zuletzt aus Gründen des Produkt- und Markenschutzes sowie zur Wahrung von Qualitätsanforderungen ein großes Interesse, die Hygieneziele jederzeit zu erreichen.

Strebt der Lebensmittelhersteller signifikante Verbesserungen seines herkömmlichen Prozesses an, so führt kein Weg an hochwertigen, zeitgemäßen Reinigungs- und Desinfektionsmittel vorbei. Diese Mittel enthalten unterschiedliche Wirkstoffe, die sich bei der Reinigung gegenseitig unterstützen und verschiedene Funktionen übernehmen. Der erfahrene Entwickler von Reinigungsmitteln kann dabei aus tausenden unterschiedlicher Substanzen auswählen und ist durch sein spezifisches Fachwissen in der Lage diese so zu konfektionieren, dass die für den jeweiligen Verwendungszweck unabdingbare Leistung resultiert.

Die Reinigung und Desinfektion ist an die betrieblichen Gegebenheiten anzupassen und ermöglicht dann die sichere Lebensmittelproduktion und liefert Antworten auf wirtschaftliche und ökologische Fragestellungen.

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Vom Ventilknoten für die Lebensmittel- und Getränkeproduktion bis zu Industrie 4.0

Willi Wiedenmann, Evoguard GmbH

Die Evoguard GmbH, eine 100%ige Tochter der Krones AG, plant, entwickelt und fertigt komplette Ventile und Ventilbaugruppen sowie Pumpen für die Prozess- und Abfülltechnik in der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie. Bei seinem Vortrag geht Willi Wiedenmann auf Anforderungen sowie auf gesetzliche Grundlagen wie Maschinen- und Druckgeräterichtlinie ein. Auch Digitalisierung und Industrie 4.0 werden anhand eines Entwicklungsprojektes anschaulich dargestellt.

Evoguard



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Wie bleibt die Anlage clean?

Dr. Markus Keller, IPA Fraunhofer

Hygienic Design im Anlagenbau: Wie muss ich eine Maschine gestalten, damit diese sauber bleibt? Welche Materialien kann ich einsetzten? Was für Materialeigenschaften müssen berücksichtigt werden? Wie sieht es mit der Partikelabgabe aus sich bewegenden Elementen aus? Kann ich die Reinigbarkeit einer Maschine experimentell aufzeigen? Was ist Reinigbarkeit und Reinigungseffizienz? Gibt es dazu einheitliche normierte Prüfverfahren? All diese Fragen werden im Vortrag besprochen und Lösungsansätze aufgezeigt.




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